Unwucht hat meinen neuen Flieger befallen

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coolmove
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Unwucht hat meinen neuen Flieger befallen

Beitragvon coolmove » Mo 7. Aug 2017, 05:24

Beim Einstellen/Programmieren/Auswiegen meines neuen Heron RR ist mir folgendes sehr negativ aufgefallen:

das Flugzeug kippte die ganze Zeit nach links. Ich habe deshalb Ballast auf die rechte Tragfläche gelegt und festgestellt, dass es mit etwa 15g ganz außen auf der rechten TF in etwa ausgeglichen ist. Das Nachwiegen der Flächen ergab, dass die linke TF 329g wiegt und die rechte nur 300g.

Ist das denn normal, dass bei einem Schaummodell die beiden TF sich im Gewicht um immerhin 10% unterscheiden? Was würdet ihr machen? Einfach die 15g Blei in den rechten Flügel und fliegen, oder seht ihr da eventuell größere Probleme dahinter, denen man zuerst auf den Grund gehen müsste?

Nein das ist absolut nicht normal.
Um das Problem zu lösen folgende Vorgehensweise:
1. Problem im Fachforum schildern
2. sich von Spezialisten beraten lassen

1. Spezialist:
Diese Tendenz des nach links kippen ist mir auch aufgefallen, besonders im Langsamflug. Wohl deswegen habe ich meinen Heron zerstört, ich wollte, da ich etwas zu hoch zum Landen reingekommen bin, durchstarten. Beim Gasgeben hat sich der Heron auf die linke Seite gelegt und ist aus etwa 3 Metern kopfüber in den Boden.
Da der Rumpf vorne nicht verstärkt ist, auseinander


2. Spezialist:
Hallo Wolfgang,

ist schon ein Unterschied, glaube aber fast nicht, dass Du beim Fliegen etwas merkst.

Also erst mal fliegen !

Falls doch auffälliges und störendes Verhalten, dann machs gleich richtig und vergiss die 15 Gramm erst mal.
Du willst ja 29 Gr. Gewichtsunterschied ausgleichen, also idealerweise sowohl statisch, als auch dynamisch auswuchten.

So gehts:

Nimm die schwerere Fläche, lege sie auf ein Lineal (hochkant), Handkante, oder ähnliches, und ermittle, wo der "Schwerpunkt" dieser Flächenhälfte ist.
(Wird wohl so etwa im ersten drittel von der Wurzel an sein.)

Dieses Mass merkst Du Dir, und legst nun die leichtere Fläche an genau dieser Stelle auf's Lineal.

Nun die 29 Gramm Blei nehmen, und verschieben, bis sich auch diese Fläche die Waage hält. (Edit: das Blei verschieben, nicht die Fläche!)
Da gehört dann das Gewicht hin.

Probiers mal, ist wirklich ganz einfach !


Ergebnis:
Die Sache ist jetzt so abgelaufen, dass ich nach reiflicher Überlegung (auch wegen der Aussage von Solius1) lieber doch die von Jürgen empfohlene Methode angewendet habe und das Ausgleichsgewicht an der entsprechenden Stelle in den Flügel implantiert habe. Erst danach habe ich den Beitrag von Gerhard gelesen, der ja etwas anderer Meinung ist. Nun ja, falls Jürgen recht hat, ist eh alles o.k., falls Gerhard recht hat, wäre mein Heron jetzt rund 15g schwerer als unbedingt notwendig.

Aber wie auch immer, ich war heute abend noch auf dem Flugplatz, und der Erstflug war erfolgreich. Der Heron fliegt einwandfrei, ich bin wirklich überrascht. Ich denke, ich werde noch viel Spass damit haben.

Gruß
Wolfgang

Quelle: http://www.rc-network.de/forum/showthre ... ron/page61
50m unterhalb der Bussarde in den Schlauch eingestiegen,Thermikstellung und das Vario "dididididididididididididi

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